Notizen von der EcoWinner Verkostung 2013

Bei der 17. ECOWINNER Verkostung hatten die 31 Jurymitglieder viel Anlass zur Diskussion. Am Ende konnten sich 33 Weingüter über eine Platzierung in einer der insgesamt 17 Kategorien freuen.

Doch auch neben den 1. bis 3. Platzierten überzeugten die Qualitäten der angestellten Weine und so mancher Wein fand unter den Jurymitgliedern seinen ganz persönlichen Liebhaber. Einige Juroren nutzen die Gelegenheit ihren „Lieblingen“ eine ganz individuelle Weinbeschreibung mit auf den Weg zu geben.

So outete sich z.B. Roland Fortmüller – Öko Weingroßhändler - als Silvaner-Fan und zeigte sich begeistert vom 2012er Silvaner 'Binger / Quarzit' vom Weingut Riffel, der in seiner Kategorie den 3. Platz belegte : „Dieser Wein überzeugt mit seiner tollen Dichte und Länge, sehr schön…“ Auch am Gaumen von Frank John hinterlässt dieser Wein Spuren und er widmet ihm folgende Beschreibung: „Nussig, viel Birne und Quitte, in der Nase gutes Zusammenspiel von animierender Säure und fülligem, aber ausgeglichenem Körper. Der lange Abgang mit seiner cremigen Struktur, hat noch ein spannendes Finale nach Minuten…“

Susanne Platzer, Weinakademikerin vom Culinarium Bavaricum beschreibt den 2012er Silvaner grünen Silvaner vom Weingut Lorenz als „Komplex, mineralisch unterlegt, saftig am Gaumen, langer Körper, feste Struktur, mit guter Frische.“ Auch Sommelier Clancy Cormac zeigte sich angetan von ihm: „Grüne Frucht, Zitrus, Kräuter, floral anregende Säure.“ Außerdem beschreibt er den 2012 Silvaner 'MDCLIX' Gutswein vom Weingut Riffel als „Mineralisch, rauchig, dicht, würzig, Holz und mit fester, gelber Frucht.“

Für Johannes Winz (Gonzales Byass) zeigt die 2012er Scheurebe vom Weingut Abril, „dass wir in Deutschland keinen Sauvignon Blanc brauchen!“ Er bezeichnet ihn als feinen Trinkwein: „Sauber, exotische Frucht, frisch, etwas vegetabil, mineralisch am Gaumen.“ Auch Bern Socher ist Fan und umschreibt ihn folgendermaßen: „Wunderbar trockener Wein mit feiner Aromatik.“

„Schönen Typizität, gute Balance und schöne Säure“, schwärmt Peter Schneider (vinoselect) und empfiehlt damit den Johanniter vom Weingut Feuerstein.

Martin Kössler (Weinhändler K & U - Weinhalle) zeigt sich überrascht vom Gewinner in der Kategorie leichte Rotweine, dem 2012 Trollinger mit Lemberger von den Weingärtnern Stromberg-Zabergäu und charakterisiert ihn so „Trollinger-Lemberger, zwei wenig populäre Rebsorten, ein altmodisch leichtes Geschmacksbild, Farbe leicht, Säure hoch, führen zu einem Wein von wunderbarem Spiel, mit viel Eigenart und einer Länge im Mund.“ Ein zeitgemäßer Wein mit einer anderen Zeit. Die Paradigmen wandeln sich! Auch Marie-France Richard (Brogsitter) ist begeistert von dieser Cuvée „Dieser Trollinger mit Lemberger war für mich die Überraschung. Ansprechende Fruchtigkeit verbunden mit Leichtigkeit und trotzdem einem beeindruckenden Abgang. Ein Spaßwein, den man jedem auch nicht Weinfan empfehlen kann.“

Jürgen Wagenitz ist beim 2012er Osthofener Liebenberg Riesling 'S' vom Weingut Goldschmidt auch kritisch und beschreibt ihn als „teilweise sehr schlank und grün“, bescheinigt ihm jedoch ein sehr gutes Niveau.

Für Hendrik Haase, schmeckt der 2011er Riesling Pündericher Marienburg vom Weingut Brohl nach: „Geschichte“: „tief, ausgewogen, überragend!“.

Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Weingütern, den Jurymitgliedern und den zahlreichen Helferinnen und Helfern.

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