ECOVIN blickt auf eine erfolgreiche BIOFACH 2017 zurück

Oppenheim, 22. Februar 2017. Die BIOFACH in Nürnberg ist die Weltleitmesse für Bioprodukte. Jedes Jahr im Februar ist sie der Treffpunkt der Ökobranche. Mehr als 50.000 Menschen besuchten die BIOFACH und VIVANESS (eine Messe für Naturkosmetik, welche parallel stattfand) in diesem Jahr.
ECOVIN war mit 12 Weingütern dabei und der zentrale Ansprechpartner in der seit letztem Jahr auf der Messe existierenden Erlebniswelt WEIN. Insgesamt konnten Weine von mehr als 300 Winzern verkostet werden. Neben den zahlreichen Winzerinnen und Winzern war auch der Bioweinhandel vertreten. Zwei offene Verkostungszonen luden zum Probieren ein.
Zentraler Anlaufpunkt in der Erlebniswelt WEIN war ein Vortragsbereich. Hier wurde ein kurzweiliges Programm angeboten. Jörg Hurrle, Seminarleiter bei Riegel Bioweine, gab in einer geführten Verkostung einen sehr guten Überblick zum Thema „Welcher Wein zu welchem Essen?  Eine gelungen Kombination leicht gemacht“.

Zum Feierabend-Schoppen am ersten Messetag wurden von ECOVIN Geschäftsführer Ralph Dejas vier ausstellende Winzer mit je zwei Weinen vorgestellt.

Am zweiten Messetag stand die Ökozertifizierung bei Fachhandel und Gastronomie auf dem Programm. Brigitte Dierckes von der Gesellschaft für Ressourcenschutz vermittelte Wissenswertes aus erster Hand. Unter dem Titel „Biowein und Klimaschutz“ stellten Dr. Kerstin Fröhle von der Bodenseestiftung und Ralph Dejas das ECOVIN Biodiversitätsprogramm vor. In der Weiterentwicklung wird dieses Maßnahmenpaket an den mediterranen Raum angepasst.

Die Preisverleihung des Mundus Vini BIOFACH Wettbewerbs stand anschließend auf dem Programm. Christoph Meininger und Christian Wolf vom Meininger Verlag übergaben die Urkunden an die Siegerweingüter. Auch zahlreiche ECOVIN Weingüter waren wieder mit dabei. Einen herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle! Eine Auswahl an Siegerweinen präsentierte Wolfram Römmelt in insgesamt drei Tastings am Donnerstag (Weißwein), Freitag (Rotwein) und Samstag (Schaumwein).

Am Freitag wurde der biodynamische Weinbau bei der Veranstaltung „Demeter im Dialog“ näher beleuchtet. Nina Weis vom Demeter e.V. war hier im Gespräch mit Hartmut Heinz (Weingut im Zwölberich) und Paulin Köpfer (Weingut Zähringer). Das Thema pilzwiderstandsfähige Rebsorten wurde am Nachmittag in einem sehr interessanten Vortrag von Sensorikexperte Martin Darting im Rahmen einer kommentierten Probe vorgestellt. Er verdeutlichte, welches Potential diese Sorten haben.

Das Thema Pflanzenschutz treibt die Biowinzer seit dem letzten Jahr besonders um. Dr. Hermann Pilz vom Meininger Verlag moderierte eine Diskussionsrunde mit Beteiligung von Peter Riegel (Riegel Bioweine), Georg Forster (ECOVIN Weingut Georg Forster), Dr. Uwe Hofmann (Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten), Dietmar Johnen (Bündnis90/Die Grünen) und Ralph Dejas (ECOVIN). Hier wurde klar: Der Bioweinbau in Europa braucht gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen! Die Strategie in Deutschland und Österreich bspw. die europaweit zugelassene Kupfermenge von 6kg auf 3 kg pro Hektar und Jahr herabzusetzen, kann nur funktionieren, wenn das seit 2013 nicht mehr zur Verfügung stehende Kaliumphosphonat (KP) wieder zugelassen wird.

Dies fordern die Verbände seit geraumer Zeit. Andere Länder wie Frankreich oder Italien dürfen die maximale Kupfermenge ausnutzen. Ihnen steht ein sogenanntes Kupferkonto zu Verfügung. „Sollte es auf europäischer Ebene vorerst keine Zulassung von KP geben, muss eine Pflanzenschutzstrategie nach französischem Vorbild auch in Deutschland eingeführt werden. Alles andere schafft nur Missmut in der Branche“ kommentiert Ralph Dejas die aktuell prekäre Situation.

 

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