Mosel

Verrückte Winzer im größten Steillagenweinbaugebiet

„You are crazy! – Ihr seid doch verrückt!“ Diesen Spruch bekommen Winzer an der Mosel häufiger zu hören, wenn sie Besucher aus New York, London oder Hongkong mit in ihre Weinberge nehmen. Der Blick auf die steilen Hänge, wo sich die Weinreben mit ihren Wurzeln in den felsigen Untergrund krallen, sorgt bei vielen Gästen für Erstaunen – und Schwindelgefühl. Vielleicht sind die Winzer an Mosel, Saar und Ruwer wirklich etwas verrückt, dass sie sich die harte Arbeit in den Steillagen-Weinbergen antun. Verrückt sind sie auf jeden Fall nach der Qualität, nach der Einzigartigkeit der Weine, die unter diesen extremen Bedingungen entstehen. Das Ergebnis ist schmeckbar, denn wer einmal probiert hat, dem prägt sich der besondere Charakter ein: mineralisch, elegant, mit Aromen von Kräutern und Früchten - und meist mit moderatem Alkoholgehalt. Und keineswegs nur süß. Die mineralischen trockenen Riesling-Weine überzeugen ebenso, wie die feinherben Gewächse.

Auch Freunde anderer Rebsorten werden an der Mosel fündig: Vor allem an der Südlichen Wein-Mosel, im Grenzbereich zu Luxemburg und Frankreich, haben die Burgundersorten ihre Heimat: Hier ähneln die Anbaubedingungen denen der Champagne und Burgunds. Auf den Muschelkalkböden stehen heute neben der authochtonen Sorte Elbling vor allem Weiß- und Grauburgunder, Spätburgunder, Auxerrois und Chardonnay – Basis für elegante Speisebegleiter ebenso wie für hervorragenden Winzersekt und Crémant.

von Ansgar Schmitz, Geschäftsführer Weinland Mosel

Weitere Informationen: www.weinland-mosel.de

Demonstrationsbetrieb: Weingut Steffens-Keß

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