Erfolgreiches Trockensteinmauerprojekt in Zwingenberg. ECOVIN Visite an der Hessischen Bergstraße

Am 02. Oktober fanden sich ECOVIN Winzer Gerold Hartmann, der Zwingenberger Bürgermeister Dr. Holger Habich und ECOVIN Geschäftsführer Ralph Dejas am Westhang des Melibocus ein. Der steile Weinberg ist an der hessischen Bergstraße gelegen, sein Anblick wird nun von neuen restaurierten Trockensteinmauern geziert.

Diese Mauern sind ein wichtiges kulturelles Gut und prägen weit über Hessen hinaus das Erscheinungsbild unserer Landschaft. Ihr ursprünglicher Zweck besteht darin die steilen Querterrassen vor dem Abrutschen zu bewahren, doch ihr Erhalt benötigt Pflege und Wartung, da ihre Stabilität durch ständige Witterung bedroht ist.

Aus diesem Grund hat die Feligreno Winzergemeinschaft im Namen von Gerold Hartmann sich deren Erhalt zur Aufgabe gemacht und sich mit den beiden Garten- und Landschaftsbaulehrern Dirk Bade und Dirk Scharlau in Verbindung gesetzt. Für ein solches Unterfangen sind spezielle Qualifikationen gefragt, mithilfe der Lehrer konnte das Projekt einer Lehrbaustelle ins Leben gerufen werden.

Am 30. September sind sie mit knapp 30 Schülern des 1. Lehrjahres von der Berufsschule Hanau (Eugen-Kaiser-Berufsschule) angereist, um innerhalb von 3 Tagen die Mauern zu sanieren und einen Steilhang freizulegen. Das Team hat viel geleistet, der Zusammenhalt der Gruppe wurde gestärkt und vom Aussterben bedrohtes Wissen konnte an die nächste Generation weitergegeben werden.

Zum Abschluss des gemeinnützigen und gleichzeitig lehrreichen Projektes haben sich die öffentlichen Vertreter versammelt, um die harte Arbeit der Auszubilden, sowie ihrer Lehrer zu honorieren.

Der ECOVIN Geschäftsführer war persönlich vor Ort: „ECOVIN, der Bundesverband ökologischer Weinbau, freut sich ein solches Projekt unterstützen zu dürfen, denn die Mauern sind nicht nur als Teil der Weinbergs-Kulturlandschaft schützenswert, sie bieten auch einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren einen Lebensraum und fördern die Biodiversität in den Weinbergen. So können sich für den Bio-Weinbau besonders wichtige Nützlinge ansiedeln.“

Vorerst ist ein Teil der Mauern vor dem Verfall bewahrt worden, doch weitere Projekte sind schon in Planung, unter anderem ein Weinberghaus.

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