Weinbergsboden - der Boden des Jahres 2014

Boden...

ist Heimat. Ob Riesling vom Schiefer. Silvaner vom Muschelkalk oder Spätburgunder vom Bundsandstein. Böden prägen nicht nur unsere Kulturlandschaft sondern auch die Weine die auf ihnen wachsen. Warum uns der Weinbergsboden so am Herzen liegt erfahren Sie hier: www.ecovin.de.

ist Leben. Eine Hand voll gesunder Boden enthält mehr Organismen als Menschen auf der Erde leben.

braucht Liebe. Nach globalen Schätzungen sind 23% allen Nutzlandes mehr oder weniger geschädigt. Daran hat die Art der Landwirtschaft die auf diesen Flächen betrieben wird einen erheblichen Anteil.

braucht Freunde. Die Böden unserer Erde sind bedroht durch Erosion, Versalzung, Staunässe, Verdichtung, Verhärtung, Versauerung, Nährstoffverlust, Verlust organischer Substanz, biologische Verarmung und Vergiftung. Nur ökologische Methoden können diese Prozesse aufhalten.

macht Glücklich. Sie prägen nicht nur unsere Kulturlandschaft und damit unser Zuhause, sie schützen auch unser Grundwasser, unsere Bäche, Flüsse und Seen.

ist unser höchstes Gut. Welche Leistungen Böden für uns erwirtschaften wird dann deutlich wenn sie nicht mehr in der Lage sind diese zu erbringen. Z.B. bezifferntaxieren Wissenschaftler die globalen Kosten der Bodenerosion auf über 400 Milliarden US-Dollar jährlich (inkl. Indirekte indirekte Schäden an Wasserwegen, Infrastruktur und Gesundheit).

ist kein Produktionsmittel wie jedes andere. Denn Boden ist nicht vermehrbar. Trotzdem gehen allein in Deutschland täglich 80ha Land durch Flächenversiegelung verloren und diese Flächeninanspruchnahme steigt stetig an.

soll Gemeingut sein. Das Nutzungsrecht an fruchtbarem Boden ist weltweit von großen Ungerechtigkeiten geprägt. Es wird sogar von der Etablierung neuer, privatwirtschaftlicher Kolonialverhältnisse gesprochen. Aber auch bei uns in Deutschland begrenzen die wachsende Nachfrage und die damit einhergehenden hohen Bodenpreise das Wachstum des ökologischen Landbaus.

macht Klima. Bodenschutz ist aktiver Klimaschutz. Werden ökologische Methoden angewendet wird der Eintrag von klimarelevanten Gasen wie Lachgas, Methan und CO² in die Atmosphäre reduziert. Außerdem werden Einträge durch Pflanzenschutzmittel ebenfalls auf ein Mindestmaß abgesenkt. Damit werden Böden in die Lage versetzt CO² in Form von Kohlenstoffverbindungen im Boden zu speichern.

Quellen und interessante weiterführende Informationen hier:

Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2013): Weinbergsböden in Rheinland-Pfalz - Steine. Böden. Terroir.

Zukunftsstiftung Landwirtschaft (Hrsg.) (2013): Wege aus der Hungerkrise - Die Erkenntnisse des Weltagrarberichtes und seine Vorschläge für eine Landwirtschaft von morgen.

UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz UNCTAD (Hrsg.) (2013): Trade and Environment Report 2013.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Hrsg.) (2012): Investitionen in Land und das Phänomen des Land Grabbing - BMZ-Strategiepapier.

Internationaler Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft (Hrsg.) (2012): Land[frei]kauf Bodenmarkt und neue Eigentumsformen im Ökologischen Landbau.

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